Welche Stile
interessieren dich?

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Hol das Beste aus dir raus

Wushu kann dir dabei helfen und öffnet Dir eine Welt großer Vielfalt.
Wir lehren dich darin, das Kampfkunst-Fundament zu bekommen.
Hierfür legen wir großen Wert auf das Jibengong (Basistraining).

Bei uns lernst du vorrangig Kampf- und Bewegungstechniken mit und ohne Waffen in Form von Taolu / Bewegungsabfolgen. Wir schulen dich in Formen und Anwendungen aus verschiedenen Kampfkunst-Stilen wie dem Changquan (Longfist), Nanquan (Südstile), Shaolinquan, Fanziquan, Xiangxingquan (Tierstile), Baguazhang, Xingyiquan, Taijiquan (Taiji) etc.

Entdecke gemeinsam mit uns, welcher Stil zu dir passt und dich besonders fordert. Nach Erlernen der Grundlagen kannst du dich in verschiedenen Stilrichtungen ausprobieren und entwickeln. Meistere deinen Plan, wir stehen dir zur Seite!

Im Folgenden stellen wir fünf sehr bekannte Stilrichtungen vor, die u.a. auch in der WuYuan-Schule unterrichtet werden.

Auch wenn Changquan in verschiedenen klassischen Militärhandbüchern immer wieder erwähnt wurde, so wurde es weniger als ein eigenständiger Stil, sondern mehr als eine bestimme Kampftechnik und -methode beschrieben. Erst in der Wushu Enzyklopädie Guoshu Daquan (Die großen Kampfkünste Chinas) aus dem Jahr 1937 wird Changquan als ein eigener Stil aufgeführt. Nach der Gründung der Volksrepublik China wurde Anfang der 1950er Jahre die Nationale Sportkommission ins Leben gerufen. Diese lud mehrere Wushu-Großmeister und Fachleute wie z.B. Cai Longyun Wen Jingming, Wang Ziping, Zhang Wenguang, Li Tianji, Zheng Huaixian ein, um auf der Basis des Huaquan, Shaolinquan, Hongquan und Paoquan einen Faustkampfstil zu schaffen, der deren spezielle Stil-Eigenschaften, Techniken und Bewegungscharakteristika in sich vereint. Dieser neu geschaffene Stil, der dann unter dem Namen Modernes Changquan bekannt wurde, zeichnet sich durch folgende Charakteristika aus: große, ausladende Stellungen, kraftvolle, schnelle Bewegungen, klarer, deutlicher Rhythmus, viele Sprünge in Kombination mit akrobatischen Elementen.
So kann man sagen, dass das heutige Changquan ein Stil ist, der aus dem gemeinsamen Wissen und der Erfahrung von Wushu-Meistern, -Experten und -Sportler der letzten 60 Jahre geschaffen und ständig weiterentwickelt wurde.

Changquan zählt zu den äußeren, so genannten Nordstilen, bei denen der harte Yang-Charakter und große, weitreichende Bewegungen den Stil prägen. Typisch hierfür sind der aktive Angriff, schnelle Schläge und ausladende, große Bewegungsmuster. Man muss dem Gegner immer zuvorkommen und ihn mit blitzschneller Geschicklichkeit im Zaum halten. Es geht darum, mit Schnelligkeit und Härte den Gegner zu besiegen bzw. die Kampfsituation in ihrer Gesamtheit zu kontrollieren. Charakteristisch für Changquan sind die vielen Tritte, Sprünge und Kicks in der Luft, mit denen der Rivale eingeschüchtert und ein aggressiver Angriffskampf zum Ausdruck gebracht werden soll. Neben den ausladenden und großen Bewegungen werden aus taktischen Gründen auch kleine, distanznahe Bewegungen wie z.B. Ellbogen-, Knie- und Schulterstöße eingebaut. Schlägt man nach ein paar kleinen, kurzen Techniken dann mit einem ausladenden, langen Faustschlag oder einem Kick in der Luft zu, erscheinen diese dann noch größer und weitreichender und vor allem auch unerwartet. Die Kombination von kurz und lang macht den Kampf noch abwechslungsreicher und für den Gegner unberechenbarer.

Guiding taolu (Pflichtformen)

Im Jahr 1956 begannen Wushu-Fachleute eine Serie von Bewegungsabläufen für Sportler mit Grundniveau, Mittelstufenniveau und hohem Niveau zu schaffen. Für jedes Niveau wurden neben den Faustformen auch Formen mit Säbel, Speer, Schwert und Stock entwickelt. All diese Formen wurden unter dem Namen Guiding taolu, also Pflicht- oder Standardformen bekannt. In den 1990er Jahren hat die Chinese Wushu Association (CWA) das erste Set der Internationalen Wettkampfformen für Faust und die vier Grundwaffen geschaffen, das sich am Stilcharakter des Changquan orientierte.
Im Jahr 2004 hat dann die Internationale Wushu Federation (IWUF) das zweite Set der Internationalen Wettkampfformen für Faust und die vier Grundwaffen geschaffen, das sich ebenfalls am Stilcharakter des Changquan orientierte.
Und im Jahr 2012 hat die Internationale Wushu Federation schließlich das dritte Set der Internationalen Wettkampfformen für Faust und die vier Grundwaffen herausgebracht, bei dem auch der Stilcharakter des Changquan offensichtlich ist.

Zixuan taolu (Freiformen)

Zixuan taolu sind Formen, die auf der Basis bestimmter Wettkampfregeln wie z.B. der internationalen Wettkampfregeln der IWUF, von Wushu-Trainern/Trainerinnern in Zusammenarbeit mit Sportlern/ Sportlerinnen und unter Berücksichtigung deren individuellen körperlichen Verfassung, Bewegungsmöglichkeiten und technischem
Niveau zusammengestellt wurden. Sie beinhalten Formen mit bloßer Hand/Faust und mit den vier Grundwaffen.

Mit der internationalen Popularisierung des Wushu wurde auch Changquan immer bekannter und durchlief in den letzten zwei Jahrzehnten eine schnelle Entwicklung. Auf den großen internationalen Wushu-Meisterschaften avancierte Changquan zu einer der Haupt-Wettkampfdisziplinen. Die internationalen Wettkampfregeln verlangen von den Sportlerinnen und Sportlern, dass sie eine bestimmte Anzahl von Bewegungen mit besonderem Schwierigkeitsgrad (Nandu) in ihrer Freiform zeigen müssen. Die Entwicklung fordert immer schwierigere und spektakulärere Bewegungen, immer höhere Sprünge, und alles in Verbindung mit besonders präziser, bestechend schöner und ästhetischer Ausdrucksweise. So verwundert es nicht, dass man im Changquan meist recht junge Wushu-Athleten antrifft. Changquan wird oft auch als „Königsdisziplin“ im modernen Wettkampf-Wushu bezeichnet, da die Anforderungen an das körperliche Leistungsvermögen nicht nur extrem hoch sind, sondern auch die Konkurrenz in dieser Disziplin besonders groß ist.

Text folgt

Xingyiquan (Hsing I Ch’uan), das auch Xinyi liuhe quan genannt wird, ist eine der klassischen Kampfkünste Chinas und weist ebenfalls wie das Taijiquan oder Baguazhang eine Verbindung zur daoistischen Philosophie auf. Ji Jike (1602–1683 n.Chr.) aus der Provinz Shanxi, in Nordostchina gilt als Begründer dieser Kampfkunst und soll sie um 1640 entwickelt haben.

Xingyiquan gliedert sich heute in drei Schulen: die Shanxi-, die Hebei- und die Henan-Schule.
Die Shanxi-Schule gilt als die ursprünglichste, doch die Hebei-Schule ist am meisten verbreitet. In der WuYuan-Schule wird das Xingyiquan der Hebei-Schule nach Sun Lutang unterrichtet.

Obwohl Xingyiquan zu den so genannten inneren Kampfstilen (neijiaquan) zählt, ist es doch keineswegs eine sanfte Kampfkunst, sondern zeichnet sich durch eine offensichtliche Aggressivität aus. Im Gegensatz zum verwandten Baguazhang, das ganz auf Abwehr ausgerichtet ist, betont das Xingyiquan die Offensive. Die Bewegungen sind geradlinig, direkt und werden zumeist in Richtung des Gegners ausgeführt. Im Kampf gilt es nicht zu lange abzuwarten, sondern die Deckung des Gegners sofort zu durchbrechen. Ein Zurückweichen gibt es nicht und auch Täuschungsmanöver fehlen ganz. Dem Grundprinzip dieser Kampfkunst zufolge sollen vielmehr die Energie und der Wille des Ausübenden so stark zum Ausdruck kommen, dass er seinen Gegner ohne jegliche Finten bezwingen kann.

Alle Xingyi-Techniken basieren auf der Grundstellung Santishi (die dreifache Stellung), Wuxing (fünf Wandlungsphasen/Grundtechniken) und Shi‘er xing (12 Tierübungen/Stellungen).

Durch eine dynamische Abfolge der fünf Grundtechniken Piquan (spaltende Faust), Bengquan (berstende Faust), Zuanquan (bohrende Faust), Paoquan (explodierende Faust) und Hengquan (horizontal ausscherende Faust) werden die Elemente (wuxing) in eine Beziehung zueinander gesetzt. Doch nicht nur in den fünf Grundtechniken spiegelt sich die daoistische Ausrichtung des Xingyiquan wider, auch die Ausgangsstellung für alle Bewegungen, Santishi genannt, bezieht sich auf ein grundlegendes Prinzip der chinesischen Philosophie, und zwar das der „drei Mächte“ im Universum: Himmel (tian), Erde (di) und Mensch (ren).

Darüber hinaus sind bei der Entwicklung des Xingyiquan auch die exakten Beobachtungen von verschiedenen Tierbewegungen (12 Tierübungen Shi’er xing), die geschickt imitiert werden, charakteristisch. Hier ist nicht nur die äußere Form der dargestellten Bewegung wichtig, sondern auch die damit verbundene Absicht und innere Ausdruckskraft. Auf diese Weise wird dem Übenden durch die intensive Beschäftigung mit der Wesensnatur des nachgeahmten Tieres in Kombination mit dem ständigen Einüben der Techniken ermöglicht, letztlich zu seiner eigenen Wesensnatur durchzudringen. In dieser Hinsicht ist Xingyiquan eine kämpferische Form der Kontemplation. Im Grunde geht es nicht nur darum, die äußere Kampfform zu beherrschen, sondern auch sein inneres Wesen zu vervollkommnen.

Das Xingyiquan, das Meister Sun in der WuYuan-Schule unterrichtet, geht auf die Xingyi-Tradition von Sun Lutang und den Nachfolgern der Familie Sha aus Yunnan zurück.

Gelehrt werden in der WuYuan-Schule:

  • Wuxingquan
  • Shi’erxingquan
  • Xingyi Guidingquan
  • Xingyi Zixuan taolu
  • Xingyi Jian (Xingyi-Schwert)
  • Xingyi Dao (Xingyi-Säbel)
  • Xingyi Gun (Xingyi-Stock)
  • Xingyi-Duilian (Xingyi-Parterform)

Das auf der daoistischen Philosophie und dem Yijing (Buch der Wandlungen) beruhende Baguazhang verkörpert ein recht lebhaftes und elegantes Bewegungssystem innerhalb des Wushu das insbesondere die Reaktionsfähigkeit und Gewandtheit der Übenden fördert. Charakteristisch sind schnelle, lebendige Richtungswechsel und effektive Handtechniken, die den überraschten Gegner leicht zu Fall bringen können. Baguazhang orientiert sich an den acht Himmelsrichtungen und beschreibt in seinem Grundmuster eine Kreisform.

Ba bedeutet Acht und Gua bedeutet Abbildung.
In diesem Fall sind die Abbildungen der Trigramme aus dem Yijing (Buch der Wandlungen) gemeint, die aus je drei entweder gebrochenen oder ungebrochenen Linien zusammengesetzt sind. In ihrer Kombination erhält man acht verschiedene Trigramm-Möglichkeiten, Ba Gua genannt. Es handelt sich hierbei ursprünglich um acht Orakelzeichen, die als Symbole zur Weissagung dienten.

Zhang heißt einfach „Handfläche“, da die meisten Techniken
im Baguazhang mit der offenen Handfläche ausgeführt werden.

Die bekanntesten Bagua-Stile sind das Cheng-Stil-Bagua nach Cheng Tinghua (1848-1900) und das Yin-Stil-Bagua nach Yin Fu (1840-1909), beide direkte Schüler von Dong Haichuan. Das Cheng-Stil-Baguazhang ist sehr beliebt und weit verbreitet, was u.a. an der ansprechenden ästhetischen Optik liegen dürfte. Die Bewegungen sind oft spiralförmig, wirken geschmeidig und kraftvoll zugleich. Der Bewegungsfluss ist ungebrochen, energievoll und äußerst charmant und faszinierend. Das Yin-Stil-Baguazhang orientiert sich mehr an der kämpferischen Anwendung als am ästhetischen Bewegungsausdruck und enthält viele kraftvolle und explosive Bewegungen.

Die Anforderungen an den fortgeschrittenen Baguazhang-Übenden sind sehr hoch.
Baguazhang wird wegen seiner geschmeidigen Optik oft unterschätzt, doch jeder der es einmal selbst trainiert hat, weiß wie schwer es ist, die Bewegungen leicht und elegant, aber gleichzeitig auch präzise, kraftvoll und effektiv auszuführen. Die vielen Richtungswechsel, das viele auf und ab und die Spiralförmigkeit in den Bewegungen verlangen dem Körper ein hohes Maß an Gleichgewichtssinn, Kondition, Gelenkigkeit sowie Reaktions- und Koordinationsfähigkeit ab.

Baguazhang wird den so genannten Inneren Kampfkünsten (neijiaquan) zugeordnet.
Bei den inneren Kampfkünsten stehen die Entwicklung und Kontrolle der inneren Kraft im Vordergrund, um einen Kampf zu bestehen. Dabei wird von drei Prinzipien ausgegangen:

  1. die Überwindung des Harten, Aggressiven durch das Nachgebende / Geschmeidige, Defensive
  2. das Anpassen an den Stil des Gegners, mit dem Ziel, sich seine Kraft zunutze zu machen
  3. die Unterordnung des Gegners durch strategisch günstige Körperstellungen und dem geschickten Spiel mit der gegnerischen Körperkraft.

Demgegenüber stehen die Äußeren Kampfkünste (waijiaquan). Bei ihnen geht es primär um die Entwicklung und das Training der äußerlich sichtbaren Kraft, der Muskeln, sowie der Schnellkraft, um in einer Kampfsituation bestehen zu können; es steht also der physische Eindruck im Vordergrund. Allerdings sind die Bereiche der inneren und äußeren Kampfkünste nicht strikt voneinander zu treffen, da sie einander natürlich auch beeinflussen und im neijiaquan auch etwas waijiaquan und im waijiaquan auch etwas neijiaquan steckt.

Neben Zhan Zhuang (Stehen wie eine Säule) und dem Üben fließender Schritte auf einer imaginären Kreislinie, auch Tangni bu (im Matsch schreiten) genannt, zählen das Bada shi und das Lao Bazhang zu den grundlegenden Übungen im Baguazhang, die jede/r Baguazhang Übende als Basis erlernen sollte.

Baguazhang in der WuYuan-Schule

Das Baguazhang, das Meister Sun in der WuYuan-Schule unterrichtet, geht auf die Bagua Tradition der Familie Sha aus Yunnan zurück. Großmeister Sha Guozheng (1907-1992) war ein Schüler von Jiang Rongqiao (1891-1974), der wiederum der Schüler von Zhang Zhankui (1859-1940) war. Zhang Zhankui (auch Zhang Zhaodong genannt) und Sun Lutang (1860-1933) waren sowohl Kampfkunstbrüder als auch Schüler von Cheng Tinghua (1848–1900). Cheng Tinghua war Tudi (=Meisterschüler) von Dong Haichuan (1797-1882) in Beijing. Dong Haichuan hatte in seinem ganzen Leben nur vier echte Tudi angenommen. Man kann also sagen, dass das Baguazhang in der WuYuan-Schule auf das Cheng-Stil Baguazhang zurückzuführen ist. Gelehrt werden in der WuYuan-Schule:

  • Badashi (Die acht Handhaltungen und Grundstellungen),
  • Klassische Bagua Formen: Lao Bazhang, Jiang Rongqiao Bazhang
  • Baguazhang Formen aus der Sha-Familientradition wie Shixingzhang (Löwenform), Bazigong, Bagua Lianhuan Zhang, Sun Bagua Jian (Schwertform), Bagua Fuchenjian (Pferdehaarbesen- und Schwertform), Bagua Duilian (Partnerform) und eine
  • Baguaform nach Ge Chunyan

Die Wurzeln des Shaolin Kungfu sind in der chinesischen Provinz Henan in einem Kloster namens Shaolin am Fuße des Song-Gebirges zu suchen. Im Jahr 495 wurde der Shaolin Tempel auf Befehl des Kaisers Xiaowen (471-499) für den indischen Mönch Fotuo errichtet, um dort u.a. indische Sutras ins Chinesische übersetzen zu lassen. Im 6. Jhdt. besuchte ein weiterer indischer Mönch genannt Dhamo (Bodhidharma) den Tempel, dessen Lehren die Grundlagen einer neuen buddhistischen Strömung bildeten, welche in China als Chan- und in Japan als Zen-Buddhismus Verbreitung fanden. Im Chan-Buddhismus wird insbesondere die Selbstschulung durch das Sitzen in Versunkenheit hervorgehoben. Im Vergleich zu anderen buddhistischen Mönchen bestimmte bei den Shaolin nicht das asketische Leben und das bloße Rezitieren der buddhistischen Schriften den Tagesablauf, sondern man übte sich vor allem in der erwähnten buddhistischen Sitzmeditation, die das Erlangen absoluter innerer Ruhe zum Ziel hatte. Das stundenlange Sitzen soll die Körperglieder jedoch steif gemacht haben, was wiederum die Meditation erschwerte. So wird vermutet, dass die Mönche aufgrund dessen mit gymnastischen Übungen begannen.

Die 18 Fertigkeiten und 24 Bewegungen des Luohanquan gelten als die ältesten Shaolin-Übungen, die wohl ursprünglich hauptsächlich dazu dienten, einen körperlichen und geistigen Ausgleich zur stundenlangen Sitzmeditation zu schaffen. Bereits hier sind neben den Bewegungen aus den verschiedenen volkstümlichen Kampfstilen Chinas auch typische Tierbewegungen enthalten. Im Shaolin Kungfu ist der Einfluss der Fauna und Flora, die das Kloster umgeben, unverkennbar. In dieser anarchischen Natur mit ihrer kargen Berglandschaft den schroffen Schluchten und wilden Tieren konnte es nur von Vorteil sein, seinen Körper durch Training gegen diese rauen Lebensumstände abzuhärten. Diese rudimentären Übungen, die zunächst die Gesunderhaltung und Stärkung des Körpers, sowie die Verteidigung gegen gefährliche Bedrohungen von außen zum Ziel hatten, stellten jedoch noch lange kein wohldurchdachtes und vollständiges Kampfsystem dar.
Bedingt durch ihre geographische Lage, standen zentrale Gebiete Chinas Jahrhunderte lang im Mittelpunkt des politischen Geschehens und nicht selten wurde das Shaolin Kloster für alternde Generäle, unzufriedene Beamte oder andere Gesetzesflüchtlinge zum Zufluchtsort. Darunter gab es nicht wenige, die bereits vor ihrem Eintritt in die Tempelgemeinschaft anerkannte, großartige Wushu-Kämpfer waren. Der Austausch ihrer besonderen Wushu-Fertigkeiten, mit denen der Mönche, soll ganz wesentlich zur Weiterentwicklung des Shaolin Kungfu beigetragen haben, und es entstanden mehr und mehr wohldurchdachte, interessante Formen.

Was den gesamten Inhalt der Shaolin Kampfkünste betrifft, so sind diese zu vielfältig, als dass man sie in wenigen Sätzen beschreiben könnte. Aus den anfänglich so genannten „72 Künsten des Shaolin“ – bestehend aus 36 inneren und 36 äußeren Übungen -, die ursprünglich als streng geheim betrachtet und nicht an Externe weitergegeben wurden, entwickelten sich mittlerweile über 120 unterschiedliche Formen. Neben den 18 klassischen Waffen, unter denen Stock, Speer, Schwert und Säbel die Hauptwaffen darstellen, soll es insgesamt mehr als 100 unterschiedliche Waffen gegeben haben.

Für Taijiquan gibt es auf der Webseite einen eigenen Menüpunkt.